Freundeskreis Afrika e.V.
 


Empowerment-Trainer*in

Unter dem Titel „Handlungskompetenz vermitteln – Persönliches Wachstum anleiten – Selbsthilfepotenziale stärken“ hat der Freundeskreis Afrika mit Partnern seit 2011 durch das Jahresprojekt OBUNTU einen Modell-Lehrplan für eine Weiterbildung als Empowerment-TrainerIn  erarbeitet und durchgeführt. Viele Teilnehmende an diesem Workshop waren aus dem Ausserschulischen Bildungsbereich. Der Freundeskreis Adrika hat sich eine Pause angelegt und wird sich nun mit vollem Elan an die Empowerment Arbeit machen. Hierfür liegt einen neuen Plan vor mit folgenden Zielen:
Die Ziele der Weiterbildung lassen sich folgendermaßen kennzeichnen:
 1.    Erwerb eingehender Kenntnisse über die eigene Geschichte als Person mit Behinderung und / oder chronischer Erkrankung, über eigene Verarbeitungsstrategien und Beziehungsmuster; Erwerb eines hohen Maßes an Selbstreflektion durch Selbsterfahrung.
 2.    Erwerb eingehender Kenntnisse über ein ganzheitliches und menschenrechtlich geprägtes Verständnis von Behinderung/chronischer Erkrankung, sowie über die Konzepte des „Selbstbestimmten Lebens“, der „Selbstvertretung“ und des „Empowerments“.
 3.    Erwerb von Grundkenntnissen und Erfahrungen in Gruppenarbeit und Gruppeninterventionen sowie (kreativer) Moderationsmethoden.
 4.    Erwerb eingehender methodisch-didaktischer Kompetenzen sowie von Medienkompetenzen zur Planung und Durchführung von Trainings im Sinne des zugrunde liegenden Empowerment-Konzeptes
 5.    Erwerb von Kenntnissen in den Wissensbereichen: Menschenrechte, Behindertengleichstellungs- und Sozialrecht; (gewaltfreie) Kommunikation; Kommunikationstechniken und Kommunikationsregeln; Salutogenese

Die Weiterbildung, die nicht nur für MS-Betroffene gedacht ist, läuft über einen Zeitraum von zwölf Monaten und ist in sechs Ausbildungseinheiten gegliedert. Ein Termin für die erste Weiterbildung steht jedoch noch nicht fest.
Empowerment ist ein Konzept in der sozialen Arbeit und in der Gesundheitsförderung, das sich seit den 80er Jahren international durchgesetzt hat. Unter Empowerment wird ein Prozess verstanden, der die vorhandenen Stärken der Betroffenen unterstützt und durch den Menschen mehr Kontrolle über ihre Entscheidungen und Handlungen erlangen. Im Lehrplan des Freundeskreis Afrika e.V. wird das Empowermentkonzept erstmals mit dem menschenrechtlichen Modell von Behinderung sowie der Philosophie des selbstbestimmten Lebens zusammengeführt.
In der UN-Behindertenrechtskonvention findet sich das Konzept des Empowerment ebenfalls wieder. Speziell in Artikel 6 Absatz 2 (Frauen mit Behinderungen) ist es verankert und trägt damit der Situation Rechnung, dass Frauen mit Behinderungen häufig mehrfache Diskriminierungen erleben.


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